| Spieletest fuer das Spiel : DER GARTEN DES SONNENKOENIGS |  |
| Hersteller: Noris |
| Preis: 50 DM |
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| empf.Alter: 10- |
| Anzahl Spieler: 2-5 |
| Erscheinungsjahr: 2000 |
| noch erhältlich: Ja |
| Autor: Günter Cornett |
| Besonderheit: |
| Kategorie: Taktisches Denkspiel |
| Tester: Andreas Keirat, Claudia Schlee (Claudia.Schlee@t-online.de) |
Fuer die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma
Noris recht herzlich!
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| Ausstattung: |
1 Spielplan, Spielgeld, 1 große Figur, 1 kleine
Figur, 58 Glassteine, 75 Spielfiguren, 5 Schalen
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| Aufmachung: | Der Spielplan zeigt einen sehr schön
illustrierten Garten, der in insgesamt 24 Felder eingeteilt
ist. Im Garten gibt es 12 Objekte, die sich über
verschiedene Felder erstrecken und um deren Fertigstellung
es im Spiel geht. Am Rand der einzelnen Felder findet man
Markierungen, die angeben, welche Glassteine bei Spielbeginn
auf den Feldern liegen müssen.
Das Spielgeld ist aus Pappe. Es gibt verschiedene Formen von
Münzen mit unterschiedlichen Werten. Die zwei Figuren werden
zum Markieren der aktuellen Position und des nächsten zu
versteigernden Feldes gebraucht. Als Spielfiguren dienen
kleine Holzwürfel, die als Markierung nach dem Kauf eines
Feldes dort abgelegt werden. Die Schalen dienen zur
Kontrolle, wenn ein Spieler Schulden machen muß.
Material und Grafiken sind hervorragend gelungen und dürften
das Spiel auf eine Ebene mit den drei Noris-Klassikern „Die
drei Magier“, „Das blaue Amulett“ und „Der Feuersalamander“
stellen.
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| Ziel: | Die Spieler versuchen durch gutes Ersteigern von
Feldern Projekte innerhalb des Gartens fertig zu stellen und
möglichst viel Geld dadurch vom Grafen zu erhalten.
Bei Spielbeginn werden die verschiedenfarbigen Glassteine
auf die einzelnen Markierungen des Spielplans gelegt. Jeder
erhält einen Satz an Spielfiguren, die er vor sich ablegt
und eine Schale. Schließlich einigt man sich auf die
Spielreihenfolge und gibt jedem ein Startkapital von 30
Geldeinheiten.
Der Startspieler wählt das erste zu versteigernde Feld und
stellt beide Figuren dort hinein. Anschließend gibt er das
erste Gebot ab und versetzt die große Spielfigur von links
nach rechts entsprechend viele Felder. Am Ende einer Reihe
angekommen, wird die Figur in die darunterliegende Reihe
ganz links gesetzt und führt ihren Weg von dort aus weiter.
Von der Ecke unten rechts geht es dann links oben weiter,
wie bei einem Rundkurs.
Nachfolgende Spieler können das erste Gebot erhöhen oder
passen. Beim Erhöhen setzen sie die kleine Spielfigur die
Differenz an Feldern zum vorhergehenden Gebot weiter.
Dadurch ist die große Figur immer so viele Felder von der
großen entfernt, wie das aktuelle Gebot hoch ist.
Wenn ein Spieler gepaßt hat, kann er später wieder
einsteigen. Sollten alle Spieler bis auf einen nacheinander
gepaßt haben, endet die Bietrunde und das Feld wird an den
Höchstbietenden verkauft. Dieser gibt entsprechend viele
Geldeinheiten an die Bank und legt einen seiner Farbwürfel
in das ersteigerte Grundstück. Außerdem erhält er den
Glasstein, der sich links in der Reihe dieses Feldes
befindet. Der Glasstein wird vor dem Spieler abgelegt.
Befindet sich die große Spielfigur nun auf einem Feld,
welches noch nicht versteigert wurde, wird dies das nächste
zu versteigernde Feld. Die kleine Figur kommt ebenfalls auf
das Feld und die nächste Versteigerungsrunde beginnt. Sollte
das Feld bereits verkauft worden sein, wandert die kleine
Anzeigefigur zum nächsten freien Feld im Garten, der große
Verwalter bleibt jedoch zunächst auf seinem Feld. Der dem
Käufer folgende Spieler kann nun das erste Gebot beim neuen
Feld abgeben.
Wenn ein Projekt fertiggestellt ist, kommt es zu einer
Wertung. Jeder Spieler, der am Fertigstellen des Projektes
beteiligt ist, erhält den Glasstein, der sich im eigenen
Feld auf der linken Seite befindet. Sollten mehrere Projekte
gleichzeitig fertig werden, nimmt man sich die Steine
entsprechend der Anzahl der Projekte.
Alle Spieler zählen nun die Werte ihrer Glassteine. Ein
gelber Stein bringt einen, ein roter Stein zwei und ein
blauer Stein 3 Punkte. Die Gesamtsumme wird dem Spieler vom
Grafen in Geldeinheiten ausgezahlt. Anschließend müssen
Spieler, die Schulden gemacht haben, diese begleichen.
Während der Partie kann ein Spieler Schulden machen und sich
beim Verwalter der Parkanlage Geld leihen. Bei der nächsten
Wertung muß er allerdings den doppelten Betrag zurückzahlen.
Die Höhe der Schulden wird dadurch angezeigt, daß der
Spieler Glassteine im Wert der zurückzuzahlenden Schulden in
die Schale legt. Bei der Wertung erhält der Spieler dann nur
noch so viele Geldeinheiten, wie er Glassteine außerhalb der
Schale hat. Die Glassteine in der Schale werden dann
anschließend wieder in den eigenen Vorrat gelegt.
Niemand darf sein Geld geheim halten. Erst wenn man eine
einmalige Zahlung von 5 Geldeinheiten an die Bank gibt, darf
man sein Geld geheim verwalten. Diese Zahlung kann jederzeit
erfolgen.
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| Spielende: | Das Spiel ist vorbei, wenn nur noch zwei Felder
nicht versteigert sind. Gewinner ist der Spieler mit dem
meisten Geld. Bei einem Gleichstand werden die Glassteine
miteinander verglichen.
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| Kommentar: | Das Spiel von Günter Cornett erinnert zwar an
„Canaletto“, ist aber um ein Vielfaches schöner und wirkt
einfach ausgereifter. Es ist auch zu zweit schon gut zu
spielen, entfaltet seinen vollen Reiz jedoch erst bei mehr
Spielern, wo die Gebote dann auch mal schnell nach oben
schießen können. Durch die angenehm kurze Spieldauer eignet
sich „Der Garten des Sonnenkönigs“ auch hervorragend für
mehrere Partien hintereinander.
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| Fazit: | Ein wirklich gelungenes Noris-Spiel, welches an alte
Qualitäten der Firma erinnert.
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| Wertung: | Mit guten 5 Punkten ist „Der Garten des
Sonnenkönigs“ sicherlich eine der wenigen positiven
Überraschungen von der Spielmesse Essen 2000. Unbedingt
einmal ausprobieren.
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Andreas Keirat
Die Wertungen reichen von 1 (unspielbar) bis 6 (unverzichtbar).
Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet
demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation
ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht verändert
werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor
davon Kenntnis erhält und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor
hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen.
Die Verbreitung in den Netzen ist ausdrücklich gestattet, bei Fragen
wenden Sie sich bitte an: Claudia.Schlee@t-online.de
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